Ein Touren-Highlight der Extraklasse sollte es sein … und ist es auch geworden. Letzten Sonntag ging es in den Vinschgau, um uns vom Madritschjoch aus mit reichlich Tiefenmeter zu versorgen. Nach der gemeinsamen Fahrt nach Spondinig, ging es für Felix, Manni, Ander, Carlo und mich weiter mit dem Bus bis nach Sulden. Dort nutzten wir die Seilbahn, um uns die ersten 700 Höhenmeter bergauf zu ersparen; nicht nur, weil ein paar Downhill-Bikes mit von der Partie waren, sondern auch, weil es an Anstrengungen noch zur Genüge gegeben hätte.

Die erste große Mühe erwartete uns dann auch schon sofort nach der Ankunft an der Bergstation, denn von dort hieß es sich 550 Höhenmeter bis zum Madritschjoch auf 3.123 m hinaufzuarbeiten. Auch wenn wir am Joch angelangt schon mehr als die Hälfte der Uphillstrecke der Tour hinter uns hatten, so hatten wir für den restlichen Tag mit den 2.700 auf uns wartenden Tiefenmetern noch eine imposante und anspruchsvolle Downhillstrecke vor uns. Und abgesehen davon gab es ja weitere, kraftraubende Bergauf-Passagen und beschwerliche Abschnitten ohne nennenswerte Höhenunterschiede.

Die Fahrt vom Madritschjoch über das obere Martelltal bis ins Vinschgauer Tal hatte es also in sich. Dies aber nicht einfach nur der Anstrengungen wegen. Nein, denn die Tour war gespickt mit aller Art an Bike-Freuden. Fast schon verschwenderisch wechselten sich technische und flowige Passagen ab und man kam aus dem Grinsen und dem Jauchzen nicht mehr heraus. Und ja, die Mühen lohnten sich allemal!

 

Bei der Ankunft in Sulden hilft der Busfahrer beim Entladen. Ob aus reiner Zuvorkommenheit oder einfach nur, um uns schnell wieder los zu werden, hatte sich mir aber nicht erschlossen, schien er doch beim Beladen noch eher überlastet und legte eine Überspanntheit zu Tage, die mich an einen gereizten Majin Bu erinnerten (Fans von Dragon Ball wissen auf wen ich mich beziehe).
Bei der Ankunft in Sulden hilft der Busfahrer beim Entladen. Ob aus reiner Zuvorkommenheit oder einfach nur, um uns schnell wieder los zu werden, hatte sich mir aber nicht erschlossen, schien er doch beim Beladen noch eher überlastet und legte eine Überspanntheit zu Tage, die mich an einen gereizten Majin Bu erinnerten (Fans von Dragon Ball wissen auf wen ich mich beziehe).

 

Mit gespanntem Blick auf Ortler, Zebru und Königsspitze. Gute Aussichten für das bevorstehende Bikeabenteuer.
Mit gespanntem Blick auf Ortler, Zebru und Königsspitze. Gute Aussichten für das bevorstehende Bikeabenteuer.

 

Über Geröll und Schotter geht es von der Bergstation der Seilbahn zum Madritschjoch hoch. Mit einem beeindruckenden Ortler-Bergpanorama im Hintergrund, wird viel geschoben…
Über Geröll und Schotter geht es von der Bergstation der Seilbahn zum Madritschjoch hoch. Mit einem beeindruckenden Ortler-Bergpanorama im Hintergrund, wird viel geschoben…

 

… und teils auch in die Pedale getretet.
… und teils auch in die Pedale getretet.

 

Ein wenig Schnee ist noch vom Winter übrig.
Ein wenig Schnee ist noch vom Winter übrig.

 

Biker und Wanderer teilen sich das Joch.
Biker und Wanderer teilen sich das Joch.

 

Steinschlag von der Madritschspitze. Phänomene dieser Art hat es immer gegeben, sie nehmen aber derzeit aufgrund der Klimaerwärmung geschuldeten Abnahme des Permafrosts zu.
Steinschlag von der Madritschspitze. Phänomene dieser Art hat es immer gegeben, sie nehmen aber derzeit aufgrund der der Klimaerwärmung geschuldeten Abnahme des Permafrosts zu.

 

Nach einer Stärkung wird vor der Abfahrt noch etwas ausgeruht.
Nach einer Stärkung wird vor der Abfahrt noch etwas ausgeruht.

 

Der Einstieg in den Trail des Madritschtals ist nicht ohne…
Der Einstieg in den Trail des Madritschtals ist nicht ohne…

 

und auch weiter unten ist wegen des losen Untergrunds Vorsicht geboten.
… und auch weiter unten ist wegen des losen Untergrunds Vorsicht geboten.

 

An einigen Stellen, wie bei dieser Spitzkehre mit Stufe, sollte man den Fuß schnell genug unten haben, wenn es mal nicht klappt…
An einigen Stellen, wie bei dieser Spitzkehre mit Stufe, sollte man den Fuß schnell genug unten haben, wenn es mal nicht klappt…

 

… aber das ist ja zum Glück nicht immer notwendig.
… aber das ist ja zum Glück nicht immer notwendig.

 

Das Tal wird dann flacher. Man kann es mit der richtigen Technik richtig sausen lassen. Dies geht umso besser, wenn man wie wir eine freie Bahn vorfindet.
Das Tal wird dann flacher. Man kann es mit der richtigen Technik ordentlich sausen lassen.

 

Madritschjoch_12.07.2015_low 20
Dies geht umso besser, wenn man wie wir eine freie Bahn vorfindet.

 

Kurven, kleine, natürliche Drops und Kicker, alles mit dabei…
Kurven, kleine, natürliche Drops und Kicker, alles mit dabei…

 

Madritschjoch_12.07.2015_low 22

 

Madritschjoch_12.07.2015_low 23

 

In der Ferne liegt die Zufallshütte, unsere Einkehr.
In der Ferne liegt die Zufallshütte, unsere Einkehr.

 

Die Stimmung ist nahezu euphorisch. Kein Wunder bei dem Spaß, den diese Abfahrt bietet.
Die Stimmung ist nahezu euphorisch. Kein Wunder bei dem Spaß, den diese Abfahrt bietet.

 

Unweit der Hütte wird nochmals kurz verweilt…
Unweit der Hütte wird nochmals kurz verweilt…

 

… und Wasser getankt…
… und Wasser getankt…

 

… auch auf eigenwillige Weise.
… auch auf eigenwillige Weise.

 

Madritschjoch_12.07.2015_low 29

 

Ein Blick zurück aus Joch. Auch der Trail ist mit ein wenig Gespür zu erkennen.
Ein Blick zurück aus Joch. Auch der Trail ist mit ein wenig Gespür zu erkennen.

 

Den Rettungshubschrauber hatten wir glücklicherweise nicht notwendig.
Den Rettungshubschrauber hatten wir glücklicherweise nicht notwendig.

 

Madritschjoch_12.07.2015_low 33

 

Eine der zahlreichen Absprungmöglichkeiten.
Eine der zahlreichen Absprungmöglichkeiten.

 

Um einen original Snake Bite kümmert sie sich, die Kreuzotter.
Um einen original Snake Bite kümmert sie sich, die Kreuzotter.

 

Die Schneeschmelze sorgt für einen fantastischen Ausblick auf der Terrasse der Zufallhütte.
Die Schneeschmelze sorgt für einen fantastischen Ausblick auf der Terrasse der Zufallhütte.

 

Eines meiner Leibgerichte: Spiegeleier mit Röstkartoffeln… einfach, gut und stärkend.
Eines meiner Leibgerichte: Spiegeleier mit Röstkartoffeln… einfach, gut und stärkend.

 

Ein kurzer Uphill nach der Mittagsrast führt uns zu einem weiteren Trail.
Ein kurzer Uphill nach der Mittagsrast führt uns zu einem weiteren Trail.

 

Vorbei an der Zufallspitze.
Vorbei an der Zufallspitze.

 

Madritschjoch_12.07.2015_low 41

 

Auf dem Trail wird nicht nur gefahren, dennoch bleibt die Hochstimmung erhalten.
Auf dem Trail wird nicht nur gefahren, dennoch bleibt die Hochstimmung erhalten.

 

Unbeeindruckt in nächster Nähe, ein Reh.
Unbeeindruckt in nächster Nähe, ein Reh.

 

Es geht bergab Richtung Stausee.
Es geht bergab Richtung Stausee.

 

Dort fahren wir seit langem erstmals wieder auf einem Schotterweg. Talauswärts gibt es davon noch mehr, aber es erwartet uns auch noch reichlich Trail.
Dort fahren wir seit langem erstmals wieder auf einem Schotterweg. Talauswärts gibt es davon noch mehr, aber es erwartet uns auch noch reichlich Trail.

 

Hoch zum nächsten Trailabschnitt…
Hoch zum nächsten Trailabschnitt…

 

… und wieder weiter mit dem Vergnügen.
… und wieder weiter mit dem Vergnügen.

 

Bis zuletzt wird viel auf Trail gefahren; hier auf einem der Vinschger Besonderheiten, einem Waalweg.
Bis zuletzt wird viel auf Trail gefahren; hier auf einem der Vinschger Besonderheiten, einem Waalweg.

 

Geschafft! Ein wenig erschöpft, aber mit Zufriedenheit und Freude, kann auf einen fabelhaften Tourentag zurückgeblickt werden.
Geschafft! Ein wenig erschöpft, aber mit Zufriedenheit und Freude, kann auf einen fabelhaften Tourentag zurückgeblickt werden.

 

 

TOURENPROFIL
Schwierigkeit: S1 und S2, stellenweise S3
Länge: 36 km
Uphill: ca. 900 hm
Downhill: ca. 2.700 m

 

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