Wer kennt es nicht? Ein wenig Feuchtigkeit wegen ein bisserl Regen macht einem Mountainbiker nicht besonders viel aus. Wenn das Wasser von oben aber hartnäckig weiter fällt, dann ist man irgendwann – egal wie gut die Ausrüstung ist – patschnass. Was den Vorteil mit sich bringt, dass es einem ab dem Punkt dann völlig egal sein kann, ob man gerade durch einen Bach an Regenwasser fährt oder eine weniger nasse Linie wählt. Genau so war es für Felix und mich am letzen Samstag bei unserer Durchquerung der Texelgruppe. Überrascht waren wir darüber ja nicht wirklich, denn die Vorhersagen gaben ja Regen und Gewitter. Es war eher eine Frage des ‚wann’ und nicht des ‚ob’.

Trotz Nässe und etwas Frösteln waren wir aber doch recht happy mit unser Tour. Denn die Natur ist auch, wenn nicht gerade, bei Regen sehr reizvoll. Landschaftlich war es also top, wegen der Witterung waren außerdem wenig andere Outdoorbegeisterte unterwegs und wir konnten so eine Tour verbuchen, die mit ihren knapp 1.800 Höhenmetern und zirka 2.800 Tiefenmetern, zudem bei meist schwierigem Gelände, nicht ganz ohne war. Nur gegen Ende der Mountainbike-Tour gab es eine weniger erfreuliche Überraschung.

 

Von Pfelders können wir noch durchwegs pedalieren, mit dem Voranschreiten der Tour ist dann immer öfters Schieben und Tragen angesagt.
Von Pfelders können wir noch durchwegs pedalieren, mit dem Voranschreiten der Tour ist dann immer öfters Schieben und Tragen angesagt.

 

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Es fängt an zu nieseln… und damit stehen wir vor dem immer gleichen Dilemma: Nass werden durch den Regen, oder Regenschutz überziehen und dann durchs Schwitzen durchfeuchtet sein? Wegen der doch recht frischen Temperaturen entscheide ich mich für Letzteres.
Es fängt an zu nieseln… und damit stehen wir vor dem immer gleichen Dilemma: Nass werden durch den Regen, oder Regenschutz überziehen und dann durchs Schwitzen durchfeuchtet sein? Wegen der doch recht frischen Temperaturen entscheide ich mich für Letzteres.

 

Nebel und Wolken gewinnen immer mehr die Überhand.
Nebel und Wolken gewinnen immer mehr die Überhand.

 

Hoch zum Halsljoch, mit 2.808 Metern der höchste Punkt unserer Mountainbike-Tour, sind Kletterkünste gefragt, denn einen wirklichen Weg gibt es in diesem Steinmeer nicht. Leichter macht uns das der mittlerweile kräftige Regen nicht; trotz der Anstrengung ist uns alles andere als heiß.
Hoch zum Halsljoch, mit 2.808 Metern der höchste Punkt unserer Mountainbike-Tour, sind Kletterkünste gefragt, denn einen wirklichen Weg gibt es in diesem Steinmeer nicht. Leichter macht uns das der mittlerweile kräftige Regen nicht; trotz der Anstrengung ist uns alles andere als heiß.

 

Die Abfahrt auf der anderen Seite des Jochs ist zwar auch steinig, ist aber für technisch versierte Fahrer bis auf wenige kurze Stellen gut fahrbar. Und das trotz der Nässe. Die macht uns in Kombination mit der frische Luft eher wegen der kalten Hände zu schaffen, welchen es deshalb an Feingefühl fehlt.
Die Abfahrt auf der anderen Seite des Jochs ist zwar auch steinig, ist aber für technisch versierte Fahrer bis auf wenige kurze Stellen gut fahrbar. Und das trotz der Nässe. Die macht uns in Kombination mit der frische Luft eher wegen der kalten Hände zu schaffen, welchen es deshalb an Feingefühl fehlt.

 

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Komplett durchnässt geht es weiter in Richtung Lodner Hütte… und damit Richtung warme Stube… selten so danach gesehnt!
Komplett durchnässt geht es weiter in Richtung Lodner Hütte… und damit Richtung warme Stube… selten so danach gesehnt!

 

Bei der Hütte angekommen können wir uns endlich der klatschnassen Sachen entledigen… und unsere Schuhe förmlich ausleeren.
Bei der Hütte angekommen können wir uns endlich der klatschnassen Sachen entledigen… und unsere Schuhe förmlich ausleeren.

 

Nach einer längeren Pause sind unsere Sachen nicht mehr nass, sondern nur noch feucht. Und auch das Wetter hat sich in der Zwischenzeit gebessert. Der Regen hat aufgehört und erstaunlicherweise sind die Trails wieder recht trocken. Es darf also weitergehen.
Nach einer längeren Pause sind unsere Sachen nicht mehr nass, sondern nur noch feucht. Und auch das Wetter hat sich in der Zwischenzeit gebessert. Der Regen hat aufgehört und erstaunlicherweise sind die Trails wieder recht trocken. Es darf also weitergehen.

 

Bergab geht es nun über einen beeindruckenden, alten Militärweg, gepflastert aus Naturstein; zwar nicht das Beste für uns Biker, wir finden aber dennoch Gefallen daran.
Bergab geht es nun über einen beeindruckenden, alten Militärweg, gepflastert aus Naturstein; zwar nicht das Beste für uns Biker, wir finden aber dennoch Gefallen daran.

 

Weiter talwärts erblicken wir dann das erste mal das Meraner Becken.
Weiter talwärts erblicken wir dann das erste mal das Meraner Becken.

 

Landschaftlich stoßen wir immer wieder auf neue Highlights.
Landschaftlich stoßen wir immer wieder auf neue Highlights.

 

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Kleine Vorboten einer „Schweinerei“, auf die man in letzter Zeit in Südtirol immer wieder trifft…
Kleine Vorboten einer „Schweinerei“, auf die man in letzter Zeit in Südtirol immer wieder trifft…

 

… ein zuvor naturbelassener Wanderweg (hier der Meraner Höhenweg), der zu einer Promenade umgebaut wurde. Dies finde ich auch als Biker enttäuschend (wenn so auch manch ein Trail nun als Uphill-Strecke verwendet werden kann), besonders ärgert es aber den Wanderer in mir. Denn Wanderern tut man doch über Stock und Stein und nicht über einen flipflop-gerechten Weg. Müssen passionierte Wanderer auf dies nun verzichten, damit Familien mit Kleinkindern und Kinderwagen (eine Phase, die ja in der Regel nur einige kurze Jahre dauert) und komplett ungeübte Neuzeitmenschen den Tourismus noch ein klein wenig mehr ankurbeln?
… ein zuvor naturbelassener Wanderweg (hier der Meraner Höhenweg), der zu einer Promenade umgebaut wurde. Dies finde ich auch als Biker enttäuschend (wenn so auch manch ein Trail nun als Uphill-Strecke verwendet werden kann), besonders ärgert es aber den Wanderer in mir. Denn Wanderern tut man doch über Stock und Stein und nicht über einen flipflop-gerechten Weg. Müssen passionierte Wanderer auf dies nun verzichten, damit Familien mit Kleinkindern und Kinderwagen (eine Phase, die ja in der Regel nur einige kurze Jahre dauert) und komplett ungeübte Neuzeitmenschen den Tourismus noch ein klein wenig mehr ankurbeln?

 

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Gerade ruhen sie, die Glattmacher.
Gerade ruhen sie, die Glattmacher.

 

Weiter vorn kann man den Weg noch in seiner ursprünglichen From sehen. Sicher, mit einem Kinderwagen ist es hier mühsam, doch eigentlich ist der Weg in einem perfekten Zustand und von einem durchschnittlichen Wanderer tadellos zu bewältigen.
Weiter vorn kann man den Weg noch in seiner ursprünglichen From sehen. Sicher, mit einem Kinderwagen ist es hier mühsam, doch eigentlich ist der Weg in einem perfekten Zustand und von einem durchschnittlichen Wanderer tadellos zu bewältigen.

 

Wir fahren weiter und erfreuen uns noch über den schönen Trail Richtung Partschins… wahrscheinlich aber zum letzten Mal.
Wir fahren weiter und erfreuen uns noch über den schönen Trail Richtung Partschins… wahrscheinlich aber zum letzten Mal.

 

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