Zwei Wochen nach meinem ersten Besuch im Eggental haben mich die Jungs vom Carezza Trail eingeladen wieder vorbeizuschauen, denn die ersten Testfahrten im oberen Teil standen an. Die Gelegenheit konnte ich mir selbstverständlich nicht entgehen lassen und so habe ich mich letzten Donnerstag mit meinem Kumpel Christian aufgemacht, den fast vollendeten oberen Teil des Trails das erste Mal mit dem Bike zu befahren. Da mit den beiden Trailworkern Felix und Phillip vereinbart war, dass wir sie weiter unten am Weg, wo sie noch am Arbeiten waren, abholen sollten und Christian ein defektes Bike hatte (vorher waren wir nämlich eine Runde am Kohlern drehen, bei der es zu einem schwer verdaubaren Schaden an der Fox-Gabel seines nigelnagelneuen Bikes gekommen war), konnte ich als Erster auf den Trail einfahren und ihm so seine Unschuld nehmen. What a honor!

Auch wenn der Trail wegen der nassen Witterung noch nicht vollständig getrocknet war und er an einigen Stellen sich noch richtig verdichten muss, konnte ich zwischen Anliegern, schnellen Kurvensequenzen und zum Absprung einladenden Wellen verspüren, was die Jungs unter Flowtrail verstehen.

 

In solchen aufeinanderfolgenden Kurven besteht der Reiz darin, sie ohne zu bremsen zu meistern.
In solchen aufeinanderfolgenden Kurven besteht der Reiz darin, sie ohne zu bremsen zu meistern.

 

Der Trail ist so angelegt, dass er für Freeride-Einsteiger sorglos zu bewältigen ist…
Der Trail ist so angelegt, dass er für Freeride-Einsteiger sorglos zu bewältigen ist…

 

… aber es auch Geübten erlaubt so mit ihm zu spielen, dass diese dabei auf ihre Kosten kommen.
… aber es auch Geübten erlaubt so mit ihm zu spielen, dass diese dabei auf ihre Kosten kommen.

 

Könner, die den Trail richtig interpretieren, holen auch aus vielleicht unscheinbar anmutenden Stellen einiges heraus. Hier Felix, der eine Welle zum Abheben nutzt.

 

Nach dem Sprung wird die Linienführung nochmals kritisch begutachtet.
Nach dem Sprung wird die Linienführung nochmals kritisch begutachtet.

 

Unterm Strich scheint man zufrieden zu sein… und das zu recht!
Unterm Strich scheint man zufrieden zu sein… und das zu recht!

 

Nach den Testfahrten ging es dann weiter bergab, um zu schauen wie die Arbeiten an der restlichen Strecke voranschreiten.

 

Detailaufnahme einer der vielen Drainagen, die den Trail vor Überfeuchtung schützen sollen.
Detailaufnahme einer der vielen Drainagen, die den Trail vor Überfeuchtung schützen sollen.

 

Die oberste, bindende Schicht ist eine Mischung aus Sand, Kies, Schluff und Ton, die aus dem naheliegenden Tierser Tal kommt und teils auch vor Ort zu finden ist.
Die oberste, bindende Schicht ist eine Mischung aus Sand, Kies, Schluff und Ton, die aus dem naheliegenden Tierser Tal kommt und teils auch vor Ort zu finden ist.

 

Weiter unten wurde die Bindeschicht schon aufgetragen, aber noch nicht verfestigt.
Weiter unten wurde die Bindeschicht schon aufgetragen, aber noch nicht verfestigt.

 

Eine Steilkurve wartet auf ihre Vollendung.
Eine Steilkurve wartet auf ihre Vollendung.

 

Ein kurzes, sumpfiges Teilstück soll mit Holzelementen überwunden werden, allerdings hält sich dort noch hartnäckig die Kälte. Der Boden ist noch gefroren, weshalb die notwendigen Holzpflöcke noch nicht in den Boden getrieben werden konnten.
Ein kurzes, sumpfiges Teilstück soll mit Holzelementen überwunden werden, allerdings hält sich dort noch hartnäckig die Kälte. Der Boden ist noch gefroren, weshalb die notwendigen Holzpflöcke noch nicht in den Boden getrieben werden konnten.

 

Die Streckenführung verläuft im tiefer gelegenen Abschnitt nah am Bach des Nigertals.
Die Streckenführung verläuft im tiefer gelegenen Abschnitt nah am Bach des Nigertals.

 

Der Bach wird mehrmals gequert, wofür die nötigen Brücken gebaut werden müssen.
Der Bach wird mehrmals gequert, wofür die nötigen Brücken gebaut werden müssen.

 

Zum Teil kommt für den Bau des Trails ein kleiner Bagger zum Einsatz.
Zum Teil kommt für den Bau des Trails ein kleiner Bagger zum Einsatz.

 

Für ein schnelleres Vorankommen zwischen den verschieden Standorten, an denen gebaut wird, nutzen die Jungs auf dem Forstweg ein Zweirad besonderer Art.
Für ein schnelleres Vorankommen zwischen den verschieden Standorten, an denen gebaut wird, nutzen die Jungs auf dem Forstweg ein Zweirad besonderer Art.

 

 

Mein Bike in die ersten Kurven zu drücken und es immer wieder mal abheben zu lassen hat richtig Spaß gemacht. Und zu sehen, wie die Trailworker beim Bauen und Shapen sind, war wieder sehr aufschlussreich. Wenn sie weiter so gut vorankommen, dann wird es wohl schon bald wieder was zu berichten geben.

Noch musst du dich etwas gedulden, um deinem Bike Auslauf auf dem neuen Trail zu gewähren. Ende Juni sollte es soweit sein. Mehr Infos zum Carezza Trail findest du hier.

Mehr zu den Trail-Shapern und deren Projekte findest du unter www.tbfactory.it.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*